G&S Hörgeräte in Berlin präsentiert - audibene Hörgeräte
Audibene Hörgeräte - Das aktuelle Sortiment 2026 unter der Lupe
audibene ist in aller Munde und dominiert die Werbung im Internet und Fernsehen. Doch nach wie vor herrscht bei vielen Verbrauchern Verwirrung darüber, was sich wirklich hinter den Kulissen abspielt. Wir klären Sie unabhängig auf und zeigen Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten sollten. Die wichtigste Tatsache vorweg: audibene ist kein Hörgeräte-Hersteller und kein klassischer Akustikbetrieb.
Die aktuellen Produktlinien: Was steckt hinter „audibene lite IX“ und Co.?
In der Werbung von audibene dreht sich meist alles um die Eigenmarke audibene (aktuell oft mit dem Zusatz IX oder AX versehen). Bewerben werden diese als revolutionäre „KI-Hörgeräte“ oder „Design-Wunder“.
Wer jedoch einen Blick in das offizielle Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen wirft, stellt schnell fest: Man braucht kein Detektiv zu sein, um die wahre Identität der Geräte zu enthüllen. Unter den audibene-Bezeichnungen findet sich stets der bürokratische Vermerk: „Gerät baugleich mit…“.
Die audibene IX-Modelle entsprechen der aktuellen Signia Integrated Xperience (IX)-Plattform. Das winzige Im-Ohr-Modell im audibene-Sortiment ist technisch identisch mit dem Signia Silk Charge&Go IX. Die Hinter-dem-Ohr-Geräte entsprechen der Signia Pure-Reihe.
Kurz gesagt: audibene nutzt bewährte, qualitativ hochwertige Technologie des Traditionsherstellers Signia, versieht sie jedoch mit einem eigenen Namen und einem exklusiven Image.
Die audibene-App: Gleicher Motor, anderes Cockpit
Auch die kostenlose audibene App erfindet das Rad nicht neu. Sie basiert eins zu eins auf der regulären Signia-App, wurde jedoch farblich und optisch an das Corporate Design von audibene angepasst.
Der Funktionsumfang ist nahezu identisch:
Lautstärkeregelung (mono und stereo)
Auswahl von Hörprogrammen
Tracking von Fitness- und Gesundheitsdaten
Maskenmodus (für das Verstehen von Bezugspersonen mit Mundschutz)
Der kleine Unterschied: Bestimmte Funktionen, wie der sogenannte „Relax-Modus“ (ein Tinnitus-Masker) oder spezielle Sprachfokus-Einstellungen, sind in der audibene-Oberfläche als direkte Knöpfe präsenter platziert. Bei der originalen Signia-App verstecken sich diese Funktionen lediglich in Untermenüs. Die akustische Leistung des Hörgeräts bleibt davon unberührt.
Das Geschäftsmodell: Wer ist audibene wirklich?
Gegründet von zwei Wirtschaftswissenschaftlern, erkannte das Unternehmen früh das Potenzial des digitalen Marketings in einer bis dato traditionellen Branche. Heute gehört audibene zur WS Audiology Group – dem globalen Riesen, der aus dem Zusammenschluss von Sivantos (Signia/ehemals Siemens) und Widex entstanden ist.
audibene ist somit der hauseigene Direktvertriebskanal des Herstellers an den Endkunden. Es handelt sich um eine hochprofessionelle Online-Vermittlungsagentur:
Sie hinterlassen Ihre Daten im Internet oder rufen an.
Eine Telefonberatung durch audibene-Mitarbeiter erfolgt.
Der Kaufvertrag wird mit audibene geschlossen.
Für die Anpassung, den Service und die Wartung vor Ort werden Sie an einen Partner-Akustiker in Ihrer Nähe vermittelt.
Fazit: Ist das Angebot empfehlenswert?
Das Modell ist völlig legitim und keineswegs unseriös. Da es sich im Kern um Signia-Hörgeräte handelt, erwerben Kunden ein technisch ausgereiftes Spitzenprodukt.
Kritisch zu betrachten ist lediglich das Marketing. Aggressive Slogans, die Exklusivität suggerieren („Dieses Gerät gibt es nur bei uns“), beziehen sich meist nur auf den Namen auf dem Gehäuse, nicht auf die Technik im Inneren. Wenn Sie den direkten Weg bevorzugen, können Sie exakt dieselbe Technologie unter dem Namen Signia bei fast jedem freien Hörakustiker vor Ort testen und erwerben – oft mit dem Vorteil, dass Beratung, Verkauf und Handwerk aus einer einzigen Hand kommen.
Dennoch, audibene Hörgeräte sind Signia Hörgeräte und daher grundsätzlich als qualitativ hochwertige Produkte anzusehen.